Szenenwechsel

25 Jahre lang war Prof. Dr. Reiner Sörries Geschäfts­führer der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal und Direktor des Museums für Sepulkralkultur. Am 4. Februar wurde er verabschiedet.

Sitzplätze waren Mangelware bei der Feierstunde zur Verabschiedung von Prof. Dr. Reiner Sörries Rund 400 Personen füllten das Museum für Sepulkralkultur, in dem Martin Sonntag, Leiter der Caricatura Kassel, am Abend des »Szenenwechsels« die Ausstellung »Einer geht noch – Cartoons und Karikaturen auf Leben und Tod« eröffnete. Viele Museumsbesucher und Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal erinnern sich noch an die Ausstellung Caricatura II – Schluß jetzt!« von 1992. Etliche Exponate in der neuen Ausstellung spiegeln aktuelle Ereignisse und die neuen Medien.

Viel Lob von Kirche und Politik

Grußworte sprachen nach der Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Matthäus Vogel Dr. Günter Winands, Ministerialdirektor und Stellvertreter der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Bertram Hilgen, Oberbürgermeister der Stadt Kassel, Christian Bührmann, Ministerialrat des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, Bischof Prof. Dr. Martin Hein von der Evangelischen Kirche von Kurhessen Waldeck, Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez vom Bischöflichen Generalvikariat im Bistum Fulda und Hans Eichel, der als ehemaliger Oberbürgermeister von Kassel sowie Hessischer Ministerpräsident und Bundesfinanzminister an die Anfänge des Museums erinnerte, das 1984 von Dr. Hans-Kurt Boehlke initiiert und 1989 eröffnet wurde. Alle brachten zum Ausdruck, dass Prof. Dr. Reiner Sörries mit seinen Mitarbeitern »Leben ins Haus gebracht« und das Museum mit mutigen Ideen und profundem Wissen zu einer vielbeachteten Institution und, so der OB, zu einem »leuchtenden Baustein in der Museumslandschaft« entwickelt hat. Er habe in Vorträgen bundesweit Akzente gesetzt, in unzähligen Publikation Wissen weitergegeben, viele Exkursionen durchgeführt, mit seiner wissenschaftlichen und musealen Arbeit wesentlich zur Beachtung und zum Verständnis der sich immer wandelnden Friedhofskultur beigetragen und sei dabei immer nah am Zeitgeist und diesem bisweilen sogar voraus gewesen.

Gute Hand und viele Verbündete

Für die Zukunft des Museums wünscht man sich von Sörries Nachfolger, dass es ein offenes Haus bleibt und noch lebendiger wird als es schon ist. Der Nachfolger möge an die Pionierarbeit seines Vorgängers anknüpfen und eigene Akzente setzen. Eine gute Hand und viele Verbündete erhofft man sich von ihm.

Historiker PD Dr. Werner Tschacher, der die Nachfolge von Prof. Dr. Sörries zum 1. Januar 2016 als Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. und Direktor des Museums für Sepulkralkultur angetreten ist, bat im Rahmen seiner Probezeit um Aufhebung seines Vertrages.  Bis auf weiteres  übernimmt als stellvertretender Geschäftsführer und Direktor Gerold Eppler kommissarisch seine Aufgaben.

Bärbel Holländer, Chefredakteurin von Naturstein/Naturstein online
(Redaktionell bearbeitet von Jutta Lange)


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