Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e. V.

Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal

Selbstverständnis und Aufgabenverteilung

Die seit 1951 bestehende Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. verfolgt das Ziel, die Öffentlichkeit im deutschsprachigen Raum über den angemessenen Umgang mit Sterben, Tod und Trauer zu informieren, und sie tut dies auf der Basis der wissenschaftlichen Erforschung von Vergangenheit und Gegenwart. Zu diesem Zweck unterhält die Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. das Zentralinstitut und Museum für Sepulkralkultur in Kassel.

Das bereits 1979 gegründete Zentralinstitut für Sepulkralkultur ist der wissenschaftliche Zweig und Herausgeber der Kasseler Studien zur Sepulkralkultur und der Kasseler Manuskripte zur Sepulkralkultur sowie verantwortlich für die Herausgabe von Friedhof und Denkmal – Zeitschrift für Sepulkralkultur.

Weiterhin erscheint das Zentralinstitut als Herausgeber des auf fünf Bände konzipierten Großen Lexikons der Bestattungs- und Friedhofskultur sowie weiterer Publikationen in verschiedenen Verlagen.

Dem Zentralinstitut zugeordnet sind die wissenschaftliche Fachbibliothek, das Fotoarchiv und das Musikarchiv.

Zur wissenschaftlichen Tätigkeit zählt auch die Mitwirkung an wissenschaftlichen Projekten, Tagungen und Publikationen anderer Einrichtungen bzw. die Kooperation mit ihnen.

Das 1992 eröffnete Museum für Sepulkralkultur unterhält eine museale Sammlung einschließlich einer graphischen Sammlung. Auf 1400 qm Ausstellungsfläche werden in einer Dauerausstellung die Entwicklung der Grabmalkultur vom Mittelalter bis zur Gegenwart sowie brauchtümliche und volksreligiöse Exponate der Bestattungs- und Gedenkkultur präsentiert.

Die Präsentation der Dauersammlung wird jährlich durch drei Sonderausstellungen zu kulturgeschichtlichen, künstlerischen und praxisrelevanten Themen ergänzt. Außerdem finden allgemein unterrichtende Vorträge, Seminare, Tagungen und kulturelle Veranstaltungen statt. Hinzu kommen Wanderausstellungen zu verschiedenen Themen.

Das Museum weiß sich den Grundsätzen „Sammeln, Bewahren und Erschließen“ verpflichtet, wobei angesichts der existentiellen Thematik der Erschließung über museumspädagogische Maßnahmen und informative Veranstaltungen eine überproportionale Bedeutung zukommt. In besonderer Weise stehen Kinder und Jugendliche im Focus der museumspädagogischen Maßnahmen. Hierzu zählt auch der an sieben Standorten in Deutschland verfügbare Museumskoffer Vergissmeinnicht.

Die Maßnahmen zur Unterrichtung und Beratung der allgemeinen wie fachbezogenen Öffentlichkeit reichen weit über den Standort Kassel hinaus. Im gesamten deutschen Sprachraum werden Vorträge, Seminare und Beratungen meist im Zusammenwirken mit Einrichtungen der kommunalen und kirchlichen Erwachsenenbildung sowie mit Einrichtungen der beruflichen Aus- und Fortbildung durchgeführt. Zu den Zielgruppen gehören außerdem kommunale und kirchliche Friedhofsträger sowie berufsständische Verbände.

Die hier getrennt dargestellten Bereiche Zentralinstitut, Museum und Unterrichtung/Beratung überschneiden sich personell, inhaltlich und organisatorisch vielfältig. Sie bilden in dieser Weise kein echtes Organigramm, sondern benennen eher die drei Arbeitsbereiche.

Die Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. mit ihren Einrichtungen ist weltanschaulich neutral, sie weiß sich aber dem kulturellen Erbe der christlich-abendländischen Tradition verpflichtet.


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