Sterben, Tod, Bestattung und Trauer


 

Analog zum Begriff „Sepulkralkultur“ (lat. sepulcrum), der viele Bereiche des Themenkomplexes Sterben und Tod umfasst, folgt die Abteilung Sterben, Tod, Bestattung und Trauer mit seinen Exponaten einer Art Sterbe- und Trauerzyklus.

Es wird den Fragen nachgegangen, wie sich Menschen früherer Zeiten mit dem Tod auseinandergesetzt und auf das Sterben vorbereitet haben, wie Bestattungen vollzogen wurden und wie Trauer, aber auch Gedenken und Erinnerung Ausdruck fanden. Entsprechend werden Memento-mori-Objekte gezeigt, worunter man Alltagsgegenstände versteht, die an die irdische Endlichkeit erinnern und eine gottgefällige Lebensführung gemahnen. Außerdem sind Realien ausgestellt, die eine wichtige Rolle in der Sterbestunde spielten, z. B. Sterbekreuze, Reliquien und Versehgarnituren; weitere Exponate bilden Objekte für die Leichenpflege, Särge, Urnen und Leichenwagen. Verschiedene Realien der Trauer und des Gedenkens, darunter Trauerkleidung und Trauerschmuck, Totenkronen, Kranzkästen, Haarbilder und Sterbemedaillen beschließen die Abteilung.

In den einzelnen Abteilungsbereichen werden jene historische Objekte um Objekte aus der zeitgenössischen Kunst und dem Produktdesign ergänzt. Dadurch werden nicht nur Veränderungen einzelner Gegenstände der Sepulkralkultur deutlich, sondern es wird auch der Wandel im Umgang mit Sterben und Tod im Laufe von Jahrhunderten erkennbar.


TOP